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Neue Mediennutzung und Erwachsenenbildung
Mit den neuen technischen Medien wandeln sich nicht nur Kommunikationsformen und -stile. Sie verändern auch die Denk- und Wahrnehmungs- Formen. Über rundum vernetzte Jugendliche, "lebensnotwendige" Handys und neue Heimaten in Internet-Communities hat Professor Dr. Franz Josef Röll (FH Darmstadt) bei der Jahrestagung des Niedersächsischen Landesverbandes der Heimvolkshochschulen am 6. März 2008 berichtet. Die Tagung "Neue Mediennutzung - Risiken und Chancen für die Erwachsenenbildung fand in diesem Jahr im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide, Heimvolkshochschule Barendorf statt.In dem Vortrag von Professor Röll ging es darum, wie und zu welchen Zwecken junge Erwachsene und Jugendliche heute Internet und Handy nutzen, welche gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen damit einhergehen und welche Konsequenzen die Erwachsenenbildung daraus ziehen sollte. Pädagoginnen und Pädagogen, die junge Erwachsene erreichen wollen, müssten möglichst viel über deren Medienalltag wissen, so Röll. Da sich die Jüngeren in der sich ständig und rasant verändernden Medienwelt trotzdem wohl fast immer besser auskennen werden als die Pädagogen, gelte es, sich zusammen und ergebnisoffen auf die Suche nach Erkenntnissen und Erlebnissen zu begeben.
Röll geht davon aus, dass Kompetenz im Umgang mit den technischen Medien zukünftig zu einer Ausgangsvoraussetzung werden wird, um sozial und politisch agieren zu können. Dafür sei es allerdings auch wichtig, die grandiosen Schätze im Internet von dem Informations-"Müll" dort unterscheiden zu können. Diese Kompetenz zu vermitteln, könnte eine der Aufgaben der Erwachsenenbildner sein. Die Power-Point-Dokumentation des Vortrages finden Sie in diesen fünf PDF-Dateien:
Teil 1: Beschleunigung und Veränderungen in der Wahrnehmung
Teil 2: Das Handy als Lebensbegleiter
Teil 3: Wie Jugendliche Medien nutzen
Teil 4: Chancen und Risiken des Internets
Teil 5: Nutzungsbeispiele und die Herausforderung für die Erwachsenenbildung
Weitere Informationen zur Arbeit und zur Person Franz Josef Röll finden Sie auf seiner Website.
Wie nutzen Heimvolkshochschulen die neuen Medien?
Nach dem Vortrag von Professor Röll diskutierten pädagogische Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den niedersächsischen Heimvolkshochschulen und Gäste in drei Arbeitsgruppen über die Praxis der Mediennutzung in der Erwachsenenbildung.
Nutzung des Internets durch Silver-Surfer (Generation 60+) - Zur Erschließung einer Teilnehmergruppe. Kurzreferat: Julia Janßen, Medienwissenschaftlerin. Eine Textversion ihres Referates finden Sie hier.
E-Learning - auch als Angebot von Heimvolkshochschulen? Kurzreferat, Leitung und Moderation: Barbara Terfehr, Ludwig-Windthorst-Haus, Lingen. Eine Dokumentation des Referates finden Sie demnächst an dieser Stelle.
Die Niedersächsische Landesmedienanstalt (NLM): Was kann sie für und zusammen mit Heimvolkshochschulen tun? Kurzreferat: Lorenz Preuß (NLM), Medienpädagoge. Die Power-Point-Präsentation des Einstieg-Referates finden Sie hier .

